Sichtbar gemacht: Der Wert des Bodens

Der von Moräne überprägte Molassehügel bei Meikirch ist eine typische mittelländische Landschaftsform im Kanton Bern. Geologie und Landschaftsform sind mitunter die wichtigsten Faktoren für die Ausprägung der Böden und ihrer Eigenschaften.
Der von Moräne überprägte Molassehügel bei Meikirch ist eine typische mittelländische Landschaftsform im Kanton Bern. Geologie und Landschaftsform sind mitunter die wichtigsten Faktoren für die Ausprägung der Böden und ihrer Eigenschaften. / Foto: Simon Tanner, HAFL

Sichtbar gemacht: Der Wert des Bodens

  • Unser Ziel

    Die Entwicklung einer innovativen und zeitsparenden Methode zur Kartierung der Bodeneigenschaften, um bessere Grundlagen für bodenrelevante Entscheide in verschiedenen Anwendungsfeldern zu schaffen.

  • Zahlen

    Das Projekt wurde am 1. August 2020 gestartet und ist inzwischen abgeschlossen.

Zusammenfassung

Der Boden erbringt eine Vielzahl von wichtigen Dienstleistungen wie etwa Nährstoff-, Wasser- und Kohlenstoffspeicherung, Erosionsschutz, Habitat für Organismen, Reinigung von Wasser oder Ressourcenbereitstellung. Einheitlich erhobene, hochaufgelöste und reproduzierbare Informationen über den Boden sind von zentraler Bedeutung für Land- und Forstwirtschaft, Raumplanung, Klimaanpassung und Grundwasserschutz, für den physikalischen, chemischen und biologischen Bodenschutz und für die Erhaltung der Biodiversität. Bisher waren diese Informationen in der Schweiz und im Kanton Bern nicht hinreichend verfügbar. Das Projekt schloss diese Lücke, indem es solche Daten erstmals in umfassender Weise für den Kanton Bern bereitstellte.

Das LANAT-1 Projekt fand in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT) des Kantons Bern statt.

Projektverbindungen

Zeitleiste

  • Abschluss Projekt "Dienstleistungen des Bodens erfassen und in Wert setzen"

    Projektupdate 25. Februar 2026

    Das Projekt "Dienstleistungen des Bodens erfassen und in Wert setzen" wurde erfolgreich abgeschlossen und legte wichtige Grundlagen für zukünftige bodenkundliche Arbeiten. Ziel des Projekts war es, neue Methoden und Werkzeuge für eine effiziente, qualitativ hochwertige und grossflächige Bodenkartierung zu testen und weiterzuentwickeln. Die Kenntnisse um die Qualität und Eigenschaften von Böden erleichtern das Abwägen verschiedener Nutzungs- und Schutzansprüche und bodenrelevante Entscheide.Im Rahmen einer ungefähr 1’000 Hektar grossen Pilotkartierung in Wohlen/Meikirch wurden innovative Ansätze der digitalen Bodenkartierung, moderne Erhebungsmethoden im Feld, neue Verfahren zur Probenahme und Analytik sowie digitale Hilfsmittel für die Datenerfassung erprobt. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Methoden in Kombination mit qualitativ hochwertigen Felddaten entscheidend dazu beitragen können, Kartierprozesse effizienter, gezielter und robuster zu gestalten. Gleichzeitig wurden wichtige Erkenntnisse zur Qualitätssicherung, zum Wissenstransfer und zur organisatorischen Umsetzung von Kartierungen gewonnen. Daraus wurden konkrete Handlungsempfehlungen für zukünftige grossflächige Bodenkartierungen im Kanton Bern abgeleitet.Für eine nachhaltige Nutzung von Böden ist das Verständnis ihrer räumlichen Variabilität zentral. Daher wurde die Bodenvielfalt des Kantons Bern anhand von 42 Landschaftstransekten systematisch untersucht. Dabei wurden Bodenbildungsbedingungen, Landschaftsformen und die Verbreitung der Böden analysiert und in einer pedologischen Gesamtschau zusammengeführt. Diese liefert erstmals eine umfassende Grundlage für das Verständnis der bodengeographischen Landschaften des Kantons Bern. Neben detaillierten Landschaftsquerschnitten und Profilbeschreibungen entstand eine kantonsweite Überblickskarte der Bodentypen im Massstab 1:25‘000, die als wichtige Basis für zukünftige Kartierprojekte dient (einsehbar auf dem Geoportal).Die Erkenntnisse aus diesem Projekt fliessen in das Folgeprojekt “Vom Bohrstock zur Bewässerungsdüse”. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

    Soil information survey at a soil profile pit in the Bernese Prealps.
  • Projektupdate 17. Februar 2025

    Mit dem Projekt sollten folgende Fragen beantwortet werden:Wie können durch eine innovative Herangehensweise wichtige Informationen zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden in einer für die Nutzenden ausreichenden Qualität, aber in kürzeren Zeitspannen als bisher, erhoben werden?Wie kann das Ineinandergreifen von verschiedenen Technologien, Arbeitsschritten und beteiligten Akteur*innen in einem hochkomplexen und grossen Projekt optimal gewährleistet werden?Wie können die erhobenen Bodeneigenschaften und -kennwerte anhand geeigneter Produkte bestmöglich als Dienstleistungen des Bodens für Klimaschutz, Biodiversität, Raumplanung und eine nachhaltige Landwirtschaft in Wert gesetzt werden? Die Daten werden in Kürze auf dem Geoportal des Kantons Bern verfügbar sein. In einem nächsten Schritt werden die Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt.Das Projekt wird von der Berner Fachhochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in engem Austausch und in Zusammenarbeit mit dem nationalen Kompetenzzentrum Boden (KOBO) durchgeführt.

    Eichungstag von Kartierpersonal. Damit die Erhebung von Bodeninformationen qualitativ konsistent bleibt, müssen der Wissenstransfer, die Ausbildung von Kartierpersonal und die gegenseitige Eichung gewährleistet werden.

Team